Monatsrückblick April 2026 – mein Leben mit Pferden
- Katja Hammerschmidt

- vor 2 Stunden
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Ein Monat voller Begegnungen und zwei Körper, die Grenzen setzen

Mein Monatsrückblick April 2026 ist fast das Gegenteil vom März. Der März war leise und tief (das kannst Du im Monatsrückblick März nachlesen). Der April dagegen ist laut und lebendig. Ostern mit der Familie, drei Tage Messe, ein Kurs am Monatsende – ich war viel unter Menschen und das habe ich in vollen Zügen genossen.
Denn nichts macht mir so viel Freude wie der persönliche Kontakt. Menschen in die Augen schauen, ins Gespräch kommen, spüren, was sie und ihre Tiere bewegt. Der April hat mir davon reichlich geschenkt. Aber er hat mir auch gezeigt, wo im Moment meine Grenzen liegen – dazu später.
Tierbotschaft im April
„Ich habe ein gutes Leben, ohne dass ich ständig nach Zielen strebe. Ich lebe in den Tag hinein und genieße, was der Tag mir bringt. Ich muss nicht säen und ernten und trotzdem habe ich immer zu fressen. Ich vertraue auf das, was kommt. Ich bin unscheinbar und trotzdem habe ich einen festen Platz in dieser Welt. Meine Existenzberechtigung ist mein Sein. Mehr brauche ich nicht. Ich muss nichts leisten, um mir meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er wird mir so gegeben. Das Leben ist ein Geschenk. Nimm es an und genieße es in vollen Zügen. Hör auf zu kämpfen, das braucht es nicht. Such Dir eine Familie, die Dich so liebt und akzeptiert, wie Du bist, ohne Forderungen zu stellen. Dann macht das Leben noch mal so viel Spaß.“ – die Maus, die bei uns unter der Terrasse im Garten lebt
Mehr Botschaften der Tiere findest Du unter Was Tiere erzählen.
Begegnung 01 – Ostern bei der Familie im Rheinland
Über Ostern ging es für uns ins Rheinland zur Familie. Das kommt leider viel zu selten vor. Meine Familie lebt über ganz Deutschland verstreut, in Berlin, in Hamburg und im Rheinland. Für einen Besuch sitzen wir schon mal vier Stunden im Auto – wenn es gut läuft.
Genau deshalb sind die Feiertage, an denen wir wirklich alle zusammenkommen, so kostbar. Diese gemeinsame Zeit genieße ich jedes Mal aus ganzem Herzen.
Begegnung 02 – drei Tage Nordpferd in Neumünster
Direkt nach Ostern war ich vom 10. bis 12. April auf der Nordpferd in Neumünster. Drei Tage mit eigenem Stand, gemeinsam mit meiner Standpartnerin Jenna Winkel von love horse soul. Wir bauen unsere Stände immer zusammen auf. Zu zweit macht es viel mehr Spaß. Und so ein großer Stand sieht auch toll aus (wie das Foto oben beweist).
An jedem der drei Tage habe ich im Seminarprogramm der Messe einen Vortrag zum Thema Wenn Verhalten ein Hilfeschrei ist – Trauma beim Pferd erkennen gehalten. An allen Tagen war mein Vortrag sehr gut besucht. Es macht mich jedes Mal traurig, zu sehen, wie viele Menschen mit ihren Pferden nicht gut zurechtkommen. Also, wenn es Dir auch so geht – Du bist nicht allein.
Das Schönste auf der Messe waren die Gespräche. So viele Menschen habe ich kennengelernt, so viele berührende Momente erlebt. Persönlich mit den Leuten in Kontakt zu gehen, ihnen zuzuhören, die Geschichten mit ihren Pferden zu hören, das ist für mich das Allerschönste an meiner Arbeit. Ich bin mit vollem Herzen und vielen neuen Ideen nach Hause gefahren.
Begegnung 03 – Basiskurs Tierkommunikation zu zweit und super intensiv
Ende April folgte mein nächster Basiskurs Tierkommunikation. Diesmal war es ganz besonders, denn ich habe ihn mit einer einzigen Teilnehmerin durchgeführt. Ein ganzes Wochenende, nur wir beide.
Was da an Gesprächen und Austausch entstanden ist, war unglaublich intensiv. Die Qualität eines so kleinen Kurses ist wirklich nicht zu unterschätzen. Es ist etwas völlig anderes, als mit acht oder zehn Menschen in einer Gruppe zu sitzen. Das ist auch schön, aber eben anders. Zu zweit gehen wir in eine Tiefe, die in einer großen Runde so gar nicht möglich ist.
Zweimal im Podcast und einmal in der Fachzeitschrift
Im April war ich gleich in zwei Podcasts zu hören. Am 3. April ging mein Interview bei Herdenweisheit online, auf Spotify. Und am 7. April folgte die Business Plauderei mit Pascal Guerard.
Über meine Arbeit und meine Vision zu sprechen, macht mir richtig viel Freude. Und wenn mir dann so eine tolle Bühne geboten wird, wie in den Podcasts, umso mehr. Denn so erreiche ich Menschen, die ich sonst nie treffen bzw. sprechen würde.
Darüber hinaus erschien pünktlich zur Nordpferd mein Artikel in der HorseWOman Wenn Verhalten ein Hilfeschrei ist – traumatisierte Pferde verstehen statt korrigieren. Im Archiv der Zeitschrift kannst Du Dir die Frühlings-Ausgabe 2026 runterladen.
Veränderungen bei Maël
Auch bei Maël hat sich etwas verändert. Ich habe es, glaube ich, schon mal in einem Newsletter erzählt: 2021 hatte Maël ein Hufgeschwür, das – entgegen aller Prognosen – nicht nach zwei Wochen erledigt war. Zwei Monate hat es gebraucht, bis das Geschwür abgeheilt war. Im Anschluss daran hat sich blöderweise an dem Huf eine Hornsäule entwickelt, die 2023 operativ entfernt wurde. Die Operation ist gut verlaufen, aber seitdem hat er ein Loch im Huf, das immer noch nicht komplett verheilt ist. Maël ist schon ganz entnervt von der vielen Hufbearbeitung und den ständigen Huf-Reinigungsaktionen der letzten Monate bzw. Jahre.
Seit April hat er nun eine neue Hufbearbeiterin, die die Löcher so geöffnet hat, dass ich sie einfacher sauber machen kann und er nicht mehr so lange stillhalten muss. Für ihn ist das deutlich angenehmer. Sein Grad der Genervtheit nimmt ab. Trotzdem beschäftigt uns das Thema weiter und ich kann die Heilung nicht beeinflussen. Ich merke wieder mal – es gehört zu seinem Prozess. Es wird besser, aber wir sind noch nicht ganz durch.

Diagnose Frozen Shoulder
Vor ein paar Wochen stand ich beim Orthopäden und hörte einen Satz, den ich bei einem Arztbesuch so noch nie gehört hatte: „Da können Sie gar nichts tun. Der Körper heilt das von selbst. Sie müssen Geduld haben und abwarten.“
Tja, ich habe eine Frozen Shoulder – so die Diagnose. Weißt Du, was das ist?
Die Gelenkkapsel der Schulter entzündet sich, macht die Schulter steif und verursacht extreme Schmerzen, die sich durch nichts wirklich beeinflussen lassen. Keine Therapie, keine Übung, kein Eingriff kann diesen Heilungsprozess wirklich beschleunigen.
Du kannst Dir vorstellen, was mein erster Impuls war. Ich habe recherchiert, Therapeuten aufgesucht und versucht, aktiv etwas dagegen zu tun. Und es wurde eher schlimmer. Erst als ich aufgehört habe zu kämpfen und akzeptiert habe, dass dieser Prozess sein eigenes Tempo hat, ging es besser. Hab ich das so ähnlich nicht eben schon geschrieben? Was richtig doof war – eigentlich hatte ich im April eine Fortbildung geplant. Ich wollte gern den dritten Kurs zum Myofaszialen Release am TGZ Tiergesundheitszentrum Nord machen.
Und ich musste ihn absagen. Ich konnte meine Schulter und meinen Arm einfach nicht weit genug bewegen, um mitzumachen. Das hat mir richtig leidgetan und ich war sauer. Aber es hilft nichts. Manchmal setzt der eigene Körper eine Grenze. Kämpfen macht in dem Fall keinen Sinn. Annehmen ist die bessere Option. Meinen Kundinnen gebe ich das so oft mit auf den Weg. Diesmal durfte ich mich selbst in Geduld üben.
Das nehme ich mit
Begegnungen sind mein Herzstück. Und manchmal ist die größte Übung, die eigene Grenze anzunehmen, statt gegen sie anzukämpfen. Oder wie unsere Gartenmaus sagt: Vertrau auf den Prozess.
Was ich im April gebloggt habe
Auf meinem Blog war es im April ruhig. Veröffentlicht habe ich einen Beitrag, nämlich meinen Monatsrückblick Februar 2026.
Ausblick auf den Mai 2026
Im Mai dreht sich wieder ganz viel um das Thema Netzwerken. Ich bleibe außerdem mit meiner Gesundheit beschäftigt und gehe ganz brav zweimal die Woche zur Physiotherapie, damit meine Schulter wieder beweglicher wird.
Ab Mai starten auch die monatlichen Übungsabende zur Tierkommunikation. Darauf freue ich mich sehr.
Und ich bekomme im Mai Besuch von zwei lieben Freundinnen, die ich lange nicht gesehen habe – yippieh!
Ob der Mai hält, was er verspricht, kannst Du im Monatsrückblick Mai 2026 nachlesen.







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