Wie finde ich eine professionelle Tierkommunikatorin
- Katja Hammerschmidt

- vor 2 Stunden
- 8 Min. Lesezeit
Deine Checkliste...

Vor ein paar Jahren war Tierkommunikation noch etwas eher seltenes. Nur wenige Menschen konnten etwas mit dem Begriff anfangen. Inzwischen ist das Internet und Social Media voll mit einschlägigen Angeboten zur Tierkommunikation. Ich finde es großartig, dass unser Gesellschaft für diese spirituellen Themen immer offener wird und es anscheinend auch immer mehr Menschen gibt, die eine tiefe Freundschaft mit ihrem Tier und es wirklich verstehen wollen. Jede Person, die sich mit Tierkommunikation beschäftigt und diese Fähigkeit erlernt bzw. trainiert, feiere ich und die Tiere tun das auch.
„Wir Pferde sind darauf angewiesen, dass es Menschen wie euch gibt, die uns Pferden eine Stimme geben und unser Anliegen und unsere Bedürfnisse weitergeben an die Menschen, die uns noch nicht verstehen.” – Pferdebotschaft
Die Berufsbezeichnung ist in Deutschland allerdings nicht geschützt. Es darf sich jeder „Tierkommunikator” oder „Tierkommunikatorin” nennen und eine entsprechende Dienstleistung gegen Honorar anbieten. Diese Bezeichnung sagt auch nichts darüber aus, welche Qualifikation die Person hat. Hat sie ein online Wochenendseminar gemacht? Oder hat sie eine richtige Ausbildung von mehreren Monaten oder sogar einem Jahr durchlaufen?
Das macht mir Sorgen und deshalb schreibe ich diesen Artikel für Dich. Denn ich möchte, dass Du eine professionelle Tierkommunikatorin findest, bei der Du und Dein Tier in guten Händen seid.
Das Wichtigste vorweg: telepathische Tierkommunikation ist kein Hokuspokus und keine Spinnerei, kein Geschwafel und kein Gerede ins Blaue. Sie ist eine besondere Art der Verständigung, bei der Du im Moment vielleicht noch Unterstützung brauchst, die Du aber auch selber lernen kannst. Und Du brauchst keine Angst vor dem Gespräch mit Deinem Tier zu haben. Dein Tier wird Dich nicht in Angst versetzen, Dir Vorwürfe machen oder überzogene Forderungen stellen. Es wird stolz und glücklich sein, dass Du bereit bist, ihm zuzuhören und Dich mit ihm auf einer tieferen Ebene auszutauschen.
Und vielleicht das Allerwichtigste – Du sollst Dich bei Deiner Tierkommunikatorin wohlfühlen. Die Chemie zwischen Euch muss stimmen.
Damit Du nicht nur auf Dein Bauchgefühl angewiesen bist, habe ich Dir die wichtigsten Merkmale zusammengetragen. Zehn Punkte, sortiert in drei Bereiche. Nimm sie als Checkliste, wenn Du das nächste Mal jemanden suchst, um mit Deinem Pferd oder Hund oder einem anderen Tier zu sprechen.
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Professionelle Tierkommunikation – auf einen Blick |
Ist Tierkommunikatorin ein geschützter Beruf? |
Die Berufsbezeichnung „Tierkommunikatorin” ist in Deutschland nicht geschützt. Es gibt keine staatlich geregelte Ausbildung und keine Prüfung, die jemand ablegen müsste. Jede darf sich so nennen und ihre Dienste anbieten, ganz gleich, ob sie ein Jahr gelernt oder an einem Wochenende ein Seminar besucht hat. Für Dich bedeutet das, Du musst selbst genau hinschauen. Genau dafür ist diese Checkliste da. |
Inhaltsverzeichnis
Ausbildung und Fachwissen einer professionellen Tierkommunikatorin
Fundierte Aus- und Weiterbildung
Eine professionelle Tierkommunikatorin hat eine richtige Ausbildung durchlaufen, die in der Regel mehrere Monate bzw. bis zu einem Jahr dauert. Sie nennt offen, bei wem sie diese Ausbildung gemacht hat (zum Beispiel auf ihrer Webseite). Und sie bleibt nicht auf diesem Kenntnisstand stehen. Sie bildet sich weiter, stellt sich immer wieder selbst auf den Prüfstand und sucht den Austausch mit Kolleginnen. Die Haltung „ich weiß alles und kann alles” ist für mich das Gegenteil von professionell.
Mitgliedschaft im Bundesverband Tierkommunikation Deutschland e.V.
Ein deutlicher Hinweis auf ein professionelle Ausübung der Tierkommunikation ist die Mitgliedschaft im Bundesverband Tierkommunikation Deutschland e.V. Eine Tierkommunikatorin kann nur dann Vollmitglied dieses Berufsverbandes werden, wenn sie
nachweislich eine professionelle Ausbildung durchlaufen,
anhand von Testimonials zeigt, dass sie ihre Kundinnen zufriedenstellend begleitet,
und eine Aufnahmeprüfung durch den Vorstand des. Berufsverbandes bestanden hat.
Wer diese Kriterien nicht erfüllt, kann zwar Fördermitglied des Verbandes werden, aber nicht Vollmitglied. Auf der Webseite des Bundesverbandes findest Du eine Liste der Vollmitglieder mit Name, Foto und Kontaktdaten..
Arbeit nach dem Ethik-Code für Tierkommunikation von Penelope Smith
Viele seriöse Tierkommunikatorinnen arbeiten auf Grundlage des Ethik-Codes von Penelope Smith, der Pionierin der Tierkommunikation. Dieser Ethik-Code ist auch Grundlage meiner Arbeit, weil er mir aus dem Herzen spricht.
Wichtige Punkte sind beispielsweise,
dass wir die Selbständigkeit und Selbstermächtigung der Menschen fördern und sie nicht abhängig von unseren Fähigkeiten machen wollen,
dass wir unsere eigenen Grenzen kennen und bei Bedarf an Tierärztinnen oder andere Fachleute verweisen und
dass wir die Würde und die Vertraulichkeit aller Beteiligten wahren.
Wenn Du tiefer einsteigen möchtest, lege ich Dir auch das Praxisbuch von Penelope Smith ans Herz, „Gespräche mit Tieren”. Mehr Infos zu Penelop Smith findest Du auf ihrer Webseite animaltalk.net.
Netzwerk mit Tierexpertinnen aus anderen Fachbereichen
Im Idealfall steht eine professionelle Tierkommunikatorin nicht allein. Sie kann auf ein breites Netzwerk anderer Fachleute zurückgreifen, auf Tierärztinnen, Osteopathinnen, Therapeutinnen, im Pferdebereich auch Hufbearbeiterinnen und Sattlerinnen. So bekommst Du im Zweifel genau die Unterstützung, die Ihr gerade braucht, auch über das eigentliche Gespräch hinaus. Infos zu meinem Netzwerk von Pferdeexpertinnen und -experten.
Formelles und Rechtliches – die harten Fakten
Professionelle Website mit allen erforderlichen Angaben
Schau Dir die Website genau an. Eine professionelle Tierkommunikatorin hat ein Impressum, eine Berufshaftpflichtversicherung, allgemeine Geschäftsbedingungen und ein Foto von sich selbst. Auch die steuerlichen Angaben gehören dazu, also eine Umsatzsteuernummer oder der Hinweis auf die Kleinunternehmerregelung. Das sind unspektakuläre Dinge, und doch sagen sie Dir viel. Sie zeigen, dass hier jemand seinen Beruf hauptberuflich und ernsthaft ausübt und nicht nur nebenbei als Hobby betreibt.
Transparente Preise + ordentliche Rechnung
Bei einer professionellen Tierkommunikatorin werden die Preise vor der Buchung klar kommuniziert, meist schon auf der Website. Sie werden nicht aus dem Bauch heraus geschätzt oder pi mal Daumen berechnet, sie stehen vorher fest. Und Du bekommst eine ordentliche Rechnung. So weißt Du von Anfang an, woran Du bist.
Etwas, das ich auch ehrlicherweise ansprechen möchte – kannst Du eine Tierkommunikation für „kleines Geld” buchen, ist zumindest Vorsicht geboten. Eine professionelle Tierkommunikatorin hat viel Geld in ihre Ausbildung investiert, sie zahlt Steuern, hat Kosten für Marketing und Arbeitsmaterialien. Um etwas zu verdienen, muss sie auch entsprechende Preise aufrufen.
Haltung und Gesprächsführung im Tiergespräch
Sie spricht nur mit Deiner Einwilligung mit Deinem Tier
Dieser Punkt liegt mir sehr am Herzen. Eine seriöse Tierkommunikatorin spricht nur dann mit Deinem Tier, wenn Du sie darum gebeten hast. Niemals ungefragt. Es gibt kein „Dein Tier hat sich bei mir gemeldet und möchte Dir etwas ausrichten”, schon gar nicht mit einer Rechnung im Anschluss.
Das hat zwei Gründe: Wenn ich mit einem Tier spreche und Du als Besitzerin nicht einverstanden bist, was fange ich mit den Erkenntnissen aus dem Gespräch an?
Es ist sehr unangenehm und grenzüberschreitend für Dich als Tierbesitzerin, wenn ich Dir ungefragt, Informationen von Deinem Tier übermittle oder womöglich sogar Ratschläge gebe. Für Dein Tier kann es richtig frustrierend sein, wenn ich die Gesprächsinhalte nicht an Dich weitergebe. Es hat sich geöffnet und mit mir gesprochen, und dann passiert – nichts.
Mit Wildtieren, die keinem Menschen zugeordnet sind, ist das etwas anderes. Mit ihnen kann ich jederzeit sprechen. Doch mit einem Tier, das bei einem Menschen lebt, spreche ich nur auf Wunsch seiner Besitzerin.
Sie übersetzt, statt zu bewerten und gibt keine Heilversprechen
Wenn ich mit Deinem Tier spreche, gebe ich Dir wieder, was es sagt. Und nur das. Ich bewerte nicht, ich interpretiere nicht, ich dichte nichts hinzu. Wie eine Dolmetscherin übersetze ich einfach, was Dein Tier mir an Bildern, Gefühlen und Informationen schickt. Wenn ich Worte höre, schreibe ich diese wortgetreu auf und lese sie Dir vor.
Dazu gehört auch, dass eine professionelle Tierkommunikatorin keine Heilversprechen macht. Sie verspricht Dir nicht, Krankheiten zu heilen. Sie stellt auch keine Diagnosen. Sie verspricht Dir nicht, dass sich das Verhalten Deines Tieres durch das eine Gespräch so ändert, wie Du es Dir wünscht und alle Deine Sorgen verschwinden.
Sie klärt über Möglichkeiten und Grenzen auf
Eine professionelle Tierkommunikatorin klärt Dich schon vor dem Gespräch über die Möglichkeiten und die Grenzen der Tierkommunikation auf. Sie weckt keine falschen Erwartungen. Mehr dazu in meinem Blogartikel Mythen der Tierkommunikation. Und wenn Dein Tier krank ist, Schmerzen hat oder verletzt ist, fragt sie zuerst, ob die Symptome tiermedizinisch abgeklärt wurden. Körperliche Beschwerden gehören zuerst in tierärztliche Hände. Danach können wir reden.
Sie ist klar, ehrlich und wertschätzend
Eine gute Tierkommunikatorin redet Dir nicht nach dem Mund. Sie gibt Dir klar und ehrlich weiter, was Dein Tier Dir mitteilen möchte, auch wenn es einmal sehr persönlich wird. Dass heißt, vermutlich sagt sie Dir nicht immer das, was Du gern hören möchtest. Bitte denk dann daran, diese Informationen kommen von Deinem Tier, nicht von ihr.
Sie bleibt aber zu jeder Zeit wertschätzend und respektvoll, Dir und Deinem Tier gegenüber. Sie schürt keine Ängste und setzt Dich nicht unter Druck. Was Du aus dem Gespräch machst, entscheidest Du ganz allein.
Und wenn ihr Repertoire einmal erschöpft ist, verweist sie Dich an jemanden aus ihrem Netzwerk, der Euch weiterhelfen kann.
Am Ende entscheidet Dein Bauchgefühl
Eine letzte Sache, die mir wichtig ist. Eine gute Tierkommunikatorin ist geerdet, sie schwebt nicht auf Wolke sieben daher. Ohne eine gute Anbindung an die Erde, nenn es Bodenständigkeit, könnten wir keine gute Tierkommunikation machen.
Du siehst, es gibt eine ganze Reihe handfester Merkmale, an denen Du eine professionelle Tierkommunikatorin erkennst. Schau Dir an, wie sie ausgebildet ist, ob die formellen Dinge stimmen und wie sie über ihre Arbeit spricht. Und dann, wenn all das passt, hör auf Dein Bauchgefühl. Springt der Funke über? Fühlst Du Dich gesehen und verstanden? Genau darauf kommt es an. Denn Du und Dein Tier verdient jemanden, bei dem Ihr Euch beide sicher fühlt.
Möchtest Du herausfinden, ob es zwischen uns passt? In einem kurzen Kennenlerngespräch von ca. fünfzehn Minuten lernen wir uns in Ruhe kennen und schauen, ob die Chemie stimmt.
Ich freue mich auf Dich und Dein Tier.
FAQ – Häufige Fragen zur Tierkommunikation
Funktioniert Tierkommunikation wirklich?
Ja. Tierkommunikation ist ein telepathisches Gespräch mit Deinem Pferd oder jeden anderen Tier. Ich stelle Deinem Tier Deine Fragen und empfange die Antworten über verschiedene Kanäle, meist als Worte in meinem Kopf. Das ist keine besondere Gabe. Es ist eine Fähigkeit, die im Grunde in jedem Menschen steckt. Dass die Botschaft echt ist, merke ich oft am Tonfall oder der Wortwahl des Tieres. Denn jedes Tier spricht auf seine eigene Art und Weise, genau wie wir Menschen.
Kann ein Tiergespräch den Tierarzt ersetzen?
Nein. Körperliche Symptome gehören immer zuerst tierärztlich abgeklärt. Ein Tiergespräch kann ergänzen und Tierärztin oder Therapeutin hilfreiche Hinweise geben. Es ist aber nie die alleinige Lösung für ein gesundheitliches Problem. Bei akuten Beschwerden oder Verletzungen gilt, sofort tierärztliche Hilfe zu holen.
Woher weiß ich, dass die Botschaft wirklich von meinem Pferd kommt?
Das merkst Du zum Beispiel daran, dass jedes Tier eine eigene Ausdrucksweise hat, bis hin zum Dialekt. Ich hatte schon einen Tinker, der breites Bairisch gesprochen hat. Solche Worte habe ich in meinem eigenen Sprachgebrauch gar nicht. Und sehr oft erkennt eine Besitzerin ihr Pferd schon nach den ersten Sätzen sofort wieder.
Macht mein Pferd nach dem Gespräch, was ich möchte?
Nicht auf Kommando. Dein Pferd hat einen eigenen Willen und entscheidet selbst, ob es Deine Bitte erfüllt oder nicht. Ein Gespräch bringt Euch näher an das „Warum” hinter einem Verhalten. Ob sich dann etwas ändert, hängt davon ab, ob Du die Erkenntnisse aus dem Gespräch Schritt für Schritt im Alltag umsetzt.
Kann Tierkommunikation Trauma lösen?
Nein. Ein Gespräch findet auf der bewussten Ebene statt. Trauma sitzt im Unterbewusstsein und ist Deinem Pferd über ein Gespräch nicht zugänglich. Dafür arbeite ich mit dem Seelenlauf, einer körperorientierten Methode, die tiefer geht als das Gespräch. Erst dort wird echte Trauma-Arbeit möglich.
Kann jeder Tierkommunikation lernen?
Ja. Du brauchst dafür keine besondere Begabung und keine Erleuchtung. Die Fähigkeit ist in uns allen angelegt, wir haben sie nur verlernt. Wie ein Muskel wird sie mit Übung wieder stärker. Je öfter Du in Kontakt mit Tieren gehst, desto leichter fällt es Dir.





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