Raus aus dem Stall und ab in die Natur – Spazierengehen mit Pferd
- Katja Hammerschmidt

- 10. Feb. 2024
- 10 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Mai
Warum Spaziergänge Stress werden können - Pferdepsychologie verstehen
Aus der Reihe Pferdepsychologie verstehen

Die dunkle Jahreszeit ist bald vorbei und der Frühling klopft ganz leise an die Tür. An der Elbe habe ich bereits die ersten Weidenkätzchen gesehen. Sobald sich die Sonne ein wenig zeigt, fahre ich in den Stall, hole mein Pferd und es geht ab in den Wald. Nee – nicht reiten, sondern spazieren gehen. Ich liebe es.
Mein Pferd Maël ist nicht von Anfang an gern vom Hof gegangen. Mit zwei Pferden war es kein Problem, aber alleine ging es in der ersten Zeit mit ihm nur schleppend vorwärts. Seine Strategie war: einfach stehen bleiben und sich auf keinen Fall auch nur einen Schritt weiterbewegen. Ganz schön anstrengend. Aber wir haben uns Schritt für Schritt herangetastet und inzwischen klappt es prima - von ein paar Aufregern seinerseits abgesehen.
Also, was kannst Du tun, um noch entspannter mit Deinem Pferd spazieren zu gehen und wie können Euch dabei Tierkommunikation und traumasensibles Coaching mittels Seelenlauf helfen?
Dir gefällt, was Du hier liest?
Dann abonniere die Sonntagspost für Pferdemenschen und Du bekommst jeden neuen Blogartikel automatisch als Erste zugeschickt. Her mit der Sonntagspost!
Spazierengehen mit Pferd |
Das Wichtigste auf einen Blick |
Spaziergänge mit Deinem Pferd sind Beziehungsarbeit, Workout und mentales Training in einem, wenn sie entspannt verlaufen. Wenn Dein Pferd stehen bleibt, sich aufregt, Dich schubst oder nur ans Gras will, ist das kein Ungehorsam, sondern ein Hinweis. Dein Pferd ist als Fluchttier außerhalb seiner Herde verunsichert oder es trägt Erfahrungen aus der Vergangenheit in sich, die in scheinbar harmlosen Situationen wieder hochkommen. Mit kleinen Schritten, klarem Führen, dem Setzen von Grenzen und einem traumasensiblen Blick auf Eure Geschichte werden aus stressigen Ausflügen wieder gemeinsame Wohlfühlmomente. Und falls Du nicht weißt, was los ist – frag Dein Pferd. Tierkommunikation und Seelenlauf bringen Klarheit dort, wo Training allein nicht weiterkommt. |
Inhaltsverzeichnis
Hört sich super an! Wenn das Spazierengehen nur nicht immer wieder in Stress ausarten würde
Was steckt dahinter, wenn Dein Pferd sich beim Spazierengehen widersetzt?
5 Tipps – so werden die Spaziergänge mit Deinem Pferd zum Vergnügen für Euch beide
1. Tipp – Fang mit kleinen Ausflügen an
2. Tipp – Lenk die Aufmerksamkeit Deines Pferdes auf Dich
4. Tipp – Lerne Grenzen zu setzen mit Hilfe des Seelenlauf-Coachings
Spazierengehen mit Deinem Pferd kann so schön sein
Es ist eine wunderbare Abwechslung zum Reiten oder der Beschäftigung am Boden. Uns wird unser Job langweilig, wenn wir immer nur das Gleiche machen müssen. Deinem Pferd geht's genauso, wenn es tagein tagaus nur in der Halle oder auf dem Platz bewegt wird. Ein Spaziergang im Wald bringt viele unterschiedliche Eindrücke mit sich – ungewohnte Geräusche, neue Gerüche oder Begegnungen mit den Tieren im Wald. Da kommt bestimmt keine Langeweile auf.
Spaziergänge sind Beziehungsarbeit. Dein Pferd und Du meistern gemeinsam neue Herausforderungen. Das stärkt Respekt und Vertrauen. Etwas, das sich später auch in anderen Bereichen, z.B. beim Reiten, bemerkbar machen wird.
Ihr beide allein im Wald - keine Ablenkung, keine anderen Reiter oder Stallkolleginnen um Euch herum. Ihr könnt Euch ganz achtsam aufeinander fokussieren. Vielleicht sogar ins Zwiegespräch gehen. Horch mal in Dich hinein, Dein Pferd sendet Dir bestimmt die eine oder andere Botschaft. Das schafft Verbundenheit zwischen Euch beiden.
Spazierengehen verbessert die Körperwahrnehmung (Propriozeption) Deines Pferdes, z.B. durch das Laufen auf unterschiedlichen Untergründen.
Auf meinen Spaziergängen mit Maël verbinde ich Spass und Training. Wir klettern über Baumstämme, üben Seitengänge, gehen querfeldein, rückwärts den Berg rauf, Slalom um die Bäume oder machen Pfützentraining.
Zur Belohnung gibt es dann leckere Kräuter oder Äste, die am Waldrand stehen. So erweiterst Du das Futterangebot für Dein Pferd.
Und ein ausgezeichnetes Workout für Euch beide ist es auch.
Hört sich super an! Wenn das Spazierengehen nur nicht immer wieder in Stress ausarten würde
Dein Pferd will gar nicht erst vom Hof gehen und bleibt alle naselang stehen. Super nervig, da Ihr nur im Schneckentempo voran kommt, geschweige denn, den Wald erreicht – stöhn!
Bist Du ein Stückchen vom Hof weg, ist Dein Pferd super schreckhaft und fängt an, sich wegen jeder Kleinigkeit tierisch aufzuregen. Das macht Dir Angst. Du hast Sorge, dass Dein Pferd sich losreisst und nach Hause rennt.
Dein Pferd zieht ständig nur zum Gras, um zu fressen. Dabei nimmt es keine Rücksicht darauf, ob Du noch am anderen Ende vom Strick hängst oder nicht.
Bei einer meiner Kundinnen war es so, dass ihr Pferd sie beim Spazierengehen im Wald immer geschubst und gezwickt hat, so daß sie gar nicht ruhig nebeneinander gehen konnten.
Was steckt dahinter, wenn Dein Pferd sich beim Spazierengehen widersetzt?
Pferde sind Fluchttiere und fühlen sich am sichersten innerhalb ihrer Herde. Allein mit ihrem Menschen vom Hof zu gehen, sprich, die Herde zu verlassen, ist eine Herausforderung.
Ist die Beziehung zwischen Pferd und Mensch nicht gefestigt oder gibt der Mensch seinem Pferd nicht genug Sicherheit, wird das Pferd in einer kritischen Situation auf seinen Fluchtinstinkt vertrauen und nicht dem Menschen folgen. Das gleiche gilt für den Fall, dass der Mensch mit seinen Gedanken nicht achtsam im Hier und Jetzt - sprich bei seinem Pferd und dem Spaziergang - ist.
Einen Situation kann für uns Menschen ganz harmlos erscheinen, unser Pferd aber in allerhöchste Alarmbereitschaft versetzen. Hat Dein Pferd noch nie Kühe gesehen, findet es die Kühe vielleicht gruselig, weil sie komische Geräusche und Bewegungen machen und anders riechen. Hat Dein Pferd in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen oder sogar einen Unfall mit einem Trecker erlebt, sitzt das Trauma vermutlich noch tief in seinem Unterbewusstsein und macht ihm bei jeder neuen Begegnung mit einem Trecker große Angst. Und das Knacken eines Astes im Wald könnte ja aus Sicht Deines Pferdes auch der Säbelzahntiger sein, der an der nächsten Ecke lauert und angreifen will.
Mehr dazu, wie Du Trauma bei Deinem Pferd erkennst, liest Du im Blogartikel Trauma beim Pferd erkennen.
Aber es kann auch etwas ganz anderes hinter dem Verhalten Deines Pferdes stecken...
Das Pferd meiner Kundin erzählte im Pferdegespräch (Tierkommunikation in Kombination mit Seelenlauf), dass es seine Menschin beim Spazierengehen immer schubst oder zwickt, weil sie mit ihrem Gedanken abschweift und nicht mehr bei ihrem Pferd ist. Das Schubsen/Zwicken war also ein liebevoller Reminder, mit den Gedanken bei der Sache bzw. beim Pferd zu bleiben.
Beispielhaft für viele, kommt hier die Antwort eines Pferdes auf die Frage, warum es beim Spazierengehen alle zwei Minuten stehen bleibt:
Mag nicht gerne weg vom Hof. Bin unsicher, wohin es geht. Habe gerne das Gewohnte. Kann mich ... (der Pferdebesitzerin) ... nicht in dem Maße unterordnen, dass ich ihr überall hin folge. Sie müsste mehr Sicherheit und Entschlossenheit ausstrahlen und den Ton angeben. Dann könnte ich ihr sicherer folgen. Pferdezitat
Warum verlaufen die Spaziergänge mit unseren Pferden nicht harmonisch? Anstatt sich den Kopf zu zerbrechen, was der Grund sein könnte, kannst Du Dein Pferd direkt fragen. Das Gespräch mittels Tierkommunikation wird Dir ganz bestimmt Klarheit und Lösungsansätze bringen. Dein Pferd wird glücklich sein, Dir seine Sicht der Dinge schildern zu können. Und sollten im Pferdegespräch Themen auftauchen, die tiefer liegen, gehen wir mit dem Seelenlauf auf die Ebene des Unterbewusstseins und bearbeiten diese. Wie traumasensible Begleitung für Pferd und Mensch konkret aussieht erfährst Du auf der Seite Traumatherapie für Dein Pferd.
5 Tipps – so werden die Spaziergänge mit Deinem Pferd zum Vergnügen für Euch beide
Wenn Euch das Spazierengehen Probleme bereitet, solltet ihr es genauso üben, wie das Reiten. Auch die Auseinandersetzung mit Dir selbst und der Vergangenheit Deines Pferdes bringt Euch Eurem Ziel näher.
1. Tipp – Fang mit kleinen Ausflügen an
Geh solange bzw. so weit mit Deinem Pferd spazieren, wie es sich wohlfühlt. Am Anfang sind das vielleicht nur ein paar Schritte, die Ihr Euch vom Hof entfernt. Das macht gar nichts. Du kannst den Radius mit der Zeit immer ein Stückchen weiter ausdehnen. Wichtig ist, dass Ihr den Spaziergang in der Wohlfühlzone Deines Pferdes beendet. So könnt Ihr den Ausflug als positives Erlebnis abschließen.
2. Tipp – Lenk die Aufmerksamkeit Deines Pferdes auf Dich
Ist Dein Pferd sehr aufgeregt beim Spazierengehen, kann es helfen die Aufmerksamkeit von der Umgebung auf Dich zu lenken. Hilfreich sind dann z.B. kleine Übungen wie Seitengänge. Dein Pferd konzentriert sich dann mehr auf die Bewegung und "vergisst" dabei, warum es sich so aufgeregt hat.
3. Tipp – Führtraining
Ein Pferd führen, kann doch jeder... denkst Du jetzt vielleicht. Tatsächlich haben viele Pferdemenschen Probleme damit, ihr Pferd kompetent zu führen. Es wird am Führstrick gezerrt und gezogen. Das Pferd rennt dem Menschen voraus oder es drängelt und schubst von hinten. Kannst Du Dein Pferd kompetent führen, gibst Du ihm Sicherheit. Es wird sich dann auch in aufregenden Situationen eher auf Deine Einschätzung verlassen. WICHTIG: Hier geht es nicht um Dominanz (wer sagt wem, was er zu tun hat), sondern um Höflichkeit und Respekt Deines Pferdes Dir gegenüber.
4. Tipp – Lerne Grenzen zu setzen mit Hilfe des Seelenlaufs
Viele von uns haben Schwierigkeiten damit, Grenzen zu setzen. "Bis hierhin und nicht weiter, weil ich es mir wert bin." Es geht nicht darum, Dein Pferd von Dir wegzuschicken. Es geht darum, von Deinem Pferd einzufordern, dass es Deine Wohlfühlgrenze akzeptiert. Rennt Dein Pferd voraus oder schiebt es Dich von hinten? Drängelt es Dich weg, wenn es aufgeregt wird und hält nicht genug Abstand zu Dir? Dann hast Du vermutlich Deine Grenzen nicht klar genug formuliert. Wie es um Deine Fähigkeit "Grenzen zu setzen" bestellt ist, können wir hervorragend in einem Coaching-Termin mit Hilfe des Seelenlaufs anschauen und verbessern – mehr dazu im Pferdegespräch auf Bewusstseins- und Seelenebene.
5. Tipp – Überprüfe, ob Dein Pferd beim Spazierengehen durch Erlebnisse aus der Vergangenheit verunsichert wird
Kommst Du trotz Führtraining und "Grenzen setzen" immer wieder an einen Punkt, an dem es brenzlig wird? Es kann sein, dass Dein Pferd in der Vergangenheit, Dinge erlebt hat, die erschreckend oder vielleicht sogar traumatisch waren. Diese Erlebnisse hat Dein Pferd in seinem Unterbewusstsein gespeichert. Eine für Dich vielleicht ganz harmlose Situation kann die Erinnerung daran aufleben lassen und Dein Pferd regt sich dann, vermeintlich ohne Grund, tierisch auf.
Mit Hilfe des Seelenlaufs kannst Du überprüfen, ob Dein Pferd in der Vergangenheit etwas erlebt hat, das Deinem Pferd immer noch auf der Seele liegt und diesen traumatischen Erinnerungen ihren Schrecken nehmen. Genau hier setze ich mit der Traumatherapie für Pferde an – traumasensibel, körperorientiert und in Eurem individuellen Tempo.
Was ich Dir zum Schluss mitgeben möchte
Spaziergänge mit Deinem Pferd sind zu wunderbaren Erlebnisse, wenn Ihr gemeinsam an Eurer Beziehung arbeitet und Euch gegenseitig vertraut.
Trau Dich, mit Deinem Pferd ein Pferdegespräch zu führen und Lösungen zu finden - sei es durch Training, Coaching oder einfach nur durch liebevolles Verständnis.
Bereit, neue Wege zu gehen?
FAQ – Häufige Fragen rund ums Spazierengehen mit Pferd
Ab welchem Alter kann ich mit meinem Pferd spazieren gehen?
Schon Fohlen können mit ihrer Mutter mitlaufen und so die Welt kennenlernen. Mit ca. einem halben Jahr kannst Du Dein Fohlen am Halfter mit auf kleine Erkundungsrunden nehmen – allerdings wirklich nur so kurz, wie es freiwillig dabei bleibt.
Mit zwei bis drei Jahren werden Spaziergänge von 15 bis 30 Minuten zur idealen Vorbereitung auf spätere gemeinsame Abenteuer.
Für ältere Pferde gibt es keine Altersgrenze nach oben – Bewegung im Schritt ist in jedem Alter wertvoll.
Wie lange und wie oft sollte ich mit meinem Pferd spazieren gehen?
Es gibt keine starre Regel. Wichtiger als die Dauer ist die Qualität. Ein entspannter 20-Minuten-Spaziergang in Eurer Wohlfühlzone ist mehr wert als eine zweistündige Tortur.
Als Faustregel gilt – beende den Spaziergang, solange Dein Pferd noch entspannt ist. Mehrmals pro Woche bzw. als feste Abwechslung im Wochenplan tun beiden gut – Dir und Deinem Pferd.
Mit welchem Halfter oder Zaumzeug sollte ich mit meinem Pferd spazieren gehen?
Ein gut sitzendes Stallhalfter mit ausreichend langem Strick ist meistens die beste Wahl.
Die immer wieder empfohlenen Knotenhalfter können Deinem Pferd in einem Schreckmoment heftige Schmerzen zufügen. Denn die Knoten des Halfters sitzen genau auf den Schmerzpunkten am Pferdekopf. Ein ruckartiger Zug am Knotenhalfter bereitet Deinem Pferd daher wirklich Schmerzen.
Alternativ zum Stallhalfter kannst Du auch einen Kappzaum nutzen.
Ich empfehle Dir nicht, mit Trense und Zügel spazieren zu gehen. Sollte sich Dein Pferd erschrecken, gibt die Trense einen schmerzhaften Impuls im Pferdemaul. Und die Zügel sind in der Regel nicht lang genug, damit Du ausreichend Abstand zu Deinem Pferd halten kannst.
Manche Versicherungen – Gott sei Dank, nicht alle – verlangen im Gelände explizit eine Trense.
Was tun, wenn mein Pferd nicht alleine vom Hof gehen will?
Pferde sind Herdentiere. Allein loszuziehen ist für sie eine echte Mutprobe.
Geh in winzigen Schritten vor: Erst nur bis zum Hoftor, dann ein paar Meter weiter, dann wieder zurück, solange Dein Pferd noch entspannt ist. Beende jeden Spaziergang mit einem positiven Erlebnis. Begleitung durch ein souveränes Zweitpferd hilft am Anfang.
Wenn Dein Pferd grundsätzlich nicht folgen mag, lohnt sich ein Blick auf Eure Beziehung, Deine Führung und manchmal auch auf alte Erinnerungen, die Dein Pferd noch in sich trägt.
Mein Pferd will beim Spaziergang nur fressen – was kann ich tun?
Entscheide Dich vorher – entweder es gibt Pausen zum Grasen, die Du anbietest oder es wird "nur" spazieren gegangen. Wichtig ist, dass Du klar darin bist, was erlaubt ist und was nicht.
Sag rechtzeitig „Nein", bevor Dein Pferd den Kopf nach unten reißt. Ist es einmal beim Fressen, ist es schwer wieder hochzubekommen. Kleine Konzentrationsübungen wie Seitwärts oder Rückwärts holen Dein Pferd gedanklich zurück zu Dir.
Am schönsten ist es, wenn Ihr einen Kompromiss findet. Spazierengehen macht für Dein Pferd viel mehr Sinn, wenn zwischendurch kleine Snack-Pausen eingelegt werden.
Was tun, wenn sich mein Pferd unterwegs erschreckt?
Ruhe bewahren – auch wenn das leichter gesagt ist als getan. Atme bewusst aus, lass den Strick locker – kein Hochziehen –, und gib Deinem Pferd kurz Raum, sich zu orientieren.
Es ist völlig okay und auch gesund, wenn Dein Pferd den Stress eines Schreckmoments durch sein Verhalten verarbeitet. Du bleibst ruhig und hilfst Deinem Pferd bei der Regulierung seines Nervensystems. Wenn es danach weiter sehr aufgeregt ist, dann lenk seine Aufmerksamkeit über eine kleine Übung zurück zu Dir.
Wichtig: Straf Dein Pferd nicht für seinen Schreck – das war eine Stressreaktion, kein Ungehorsam. Reagiert Dein Pferd immer wieder übertrieben heftig, kann eine alte traumatische Erfahrung dahinterstehen.
Worauf muss ich beim Spazierengehen mit Pferd auf der Straße achten?
Reflektoren am Pferd, Warnweste für Dich, sicheres Schuhwerk und ein Helm sind keine Übertreibung, sondern Selbstschutz.
Geh am rechten Fahrbahnrand. Dein Pferd läuft dabei nicht zwischen Dir und dem Bordstein. Du gehst zwischen Pferd und Verkehr.
Ist es besser, alleine oder zu zweit mit dem Pferd spazieren zu gehen?
Beides hat seinen Wert. Mit einem souveränen Begleitpferd lernen unsichere Pferde leichter, dass Spaziergänge schön sind. Allein gehen vertieft die Verbindung zwischen Euch beiden und stärkt Dein Pferd in seiner Eigenständigkeit. Ideal ist eine Mischung – mit Begleitung anfangen, nach und nach kleine Solo-Strecken einbauen.
Wann brauche ich mehr als „nur Training"?
Wenn Du das Gefühl hast, an einem Punkt nicht weiterzukommen, obwohl Du Führtraining, Geduld und kleine Schritte schon ausprobiert hast, dann lohnt sich ein Blick unter die Oberfläche. Im Pferdegespräch bekommst Du Informationen über die Sicht Deines Pferdes. Und falls Erlebnisse aus der Vergangenheit noch nachwirken, schauen wir in der Traumatherapie für Pferde gemeinsam hin – traumasensibel, im Tempo Deines Pferdes.







Kommentare